Geschütztes Land 17.308 m²
Bedeutung für Artenvielfalt Hoch
Klimaschutzfaktor
(in t CO2)
27
Status Beendet

Deutschland

Blühende Wiesen in Hessen

Schmetterlinge, Hummeln, Käfer und Bienen – in Wiesbaden, Naurod und Rambach wird es wieder summen. Dank 308 Spenderinnen und Spendern, sowohl national als auch international, kauft Naturefund mehr als 17.000 m² Acker, Streuobstwiesen und Flurstücke und verwandelt sie in Blühende Wiesen. Unser Dank geht auch an unsere Klimapartner, die mit ihrer kontinuierlichen Unterstützung dazu beitragen, diese Ökosysteme zu schützen. der Klimapartner Syracom hat mit einem Beitrag für 870 Bäume das Projekt zum Abschluss gebracht . Einen großen Dank an alle! Durch Obstbäume, Weiden und heimische Pflanzenarten wird Wiesbadens Artenvielfalt wieder reicher werden.

Insekten finden keine Nahrung mehr

Im Norden von Wiesbaden, an den Ausläufern des Taunus, gibt es viel Wald, viel Feld und wenig Blüten. Monotone Felder mit Getreide, Raps oder Mais wechseln sich mit dichten Wäldern ab.

Nur wenige Wochen im Jahr blüht es hier. Den Rest des Jahres finden Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten keine Nahrung. Die Blüten verschwinden und mit ihnen die Insekten und die Vögel, die von ihnen leben. Die Landschaft wird immer artenärmer.

Äcker und Wiesen für die Natur

Jetzt kauft Naturefund ein Flurstück im Wiesbadener Ortsteil Naurod und vier weitere in Wiesbaden Rambach. Dabei handelt es sich um Äcker, Wiesen, Streuobstflächen und eine Bachaue. Indem Naturefund die Flächen mit heimischen Wildblumen anreichert, werden zahlreichen bedrohten Insekten das ganze Jahr über Nahrung, Schutz und Brutquartier geboten.

Ebenso werden auf einem Grundstück Salweiden (Salix caprea) gepflanzt und alte, fast verfallene Obstbäume gerettet. Beides sind Baumarten, die mit ihren vielen Blüten eine ideale Bienenweide sind und ein wertvolles Habitat für seltene Schmetterlinge darstellen.

Graslandschaften binden viel CO2

Die Ökosysteme der Erde speichern sehr viel CO2. Die meisten Menschen denken allerdings, dass unsere Bäume und Wälder den größten Teil der Treibhausgase aufnehmen. Der Bodenatlas 2015 hat deshalb eine genaue Auflistung erstellt, die zeigt, welche Ökosysteme wie viel CO2 aufnehmen können. Graslandschaften nehmen dabei generell mehr CO2 auf als Wälder.

Die Kohlenstoffbindung in Graslandschaften bezieht sich auf überirdische und unterirdische Biomasse, aber hauptsächlich auf die Bindung im Boden. Durch die vielfältigen und zahlreichen Verwurzelungen können diese Ökosysteme 15,8 kg CO2 pro m² aufnehmen. Nur Moore übertreffen diese Kapazität noch.

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