Gepflanzte Bäume 3.708
Bedeutung für Artenvielfalt Hoch
Klimaschutzfaktor
(in t CO2)
1.412
Status Aktiv

Spanien

Aufforstung für Braunbären in Spanien

Im Norden Spaniens gibt es das Kantabrische Gebirge, in dem die letzten Braunbären leben. Doch sie werden immer noch illegal gejagt. Der lokale Partner von Naturefund vor Ort, die Organisation FAPAS setzte Ranger in den Hochburgen der Wilderer ein und konnte in den letzten 25 Jahren das Töten der bedrohten Tiere deutlich eindämmen.

Gab es in den 1980er Jahren noch 60 bis 80 Bären im Westen Kantabriens, so sind es heute wieder mehr als 200 Tiere.

Von Bären und Bäumen

Doch es sind nicht nur Wilderer, welche den Bestand der Bären bedrohen. Auch der Mangel an geeigneter Nahrung spielt eine Rolle. Der europäische Braunbär gehört zu den Fleischfressern. Trotzdem besteht seine Nahrung zu rund drei Viertel aus pflanzlichen Bestandteilen. Eine Besonderheit der spanischen Population ist, dass sie nicht selbst jagen, sondern die von anderen Raubtieren oder von Menschen liegen gelassenen Tierkadaver fressen.

Eine der Lieblingsspeisen der Bären in Kantabrien sind Obst und Nüsse. Im Sommer ernähren die Bärenmütter ihre Jungen fast ausschließlich davon. Je mehr Obst und Nüsse die Bärenjungen fressen, umso besser kommen sie über den Winter.

Einst warder Norden Spaniens berühmt für sein Obst und seine Kastanien. Doch immer mehr Menschen zieht es in die Städte, weshalb viele Obst- und Maronenwälder verwildern und verfallen. Derzeit ist Spanien das Land mit der zweitgrößten Baummasse Europas. Daher pflanzt Naturefund zusammen mit FAPAS dort Frucht- und Maronenbäume.

Kohlenstoffspeicher der Wäldern

Der Bodenatlas 2015 hat eine genaue Auflistung erstellt, die zeigt, welche Ökosysteme wie viel CO2 aufnehmen können. Wälder können demnach im Schnitt pro m² ungefähr 1,12 kg des klimaschädlichen Treibgases speichern und sind damit nach Moore (Platz 1) und Graslandschaften (Platz 2) auf Platz 3 der klimarettenden Ökosysteme.

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