Gepflanzte Bäume 881
Bedeutung für Artenvielfalt Hoch
Klimaschutzfaktor
(in t CO2)
36
Status Neu

Costa Rica

Tieflandregenwald schützen in Costa Rica

Die Tieflandregenwälder Costa Ricas sind durch Weide- und Plantagen-wirtschaft, Wilderei und Holzeinschlag bedroht. Naturefund schützt mit der Stiftung der Universität Costa Rica eine Fläche von 60 ha und will somit eine grüne Klimabrücke zwischen zwei Naturschutzgebieten schaffen.

Grüne Klimabrücke in Costa Rica

Naturefund fördert in Kooperation mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin im Süden Costa Ricas den Aufbau einer Regenwaldbrücke, die zwei weltweit bedeutende Nationalparks miteinander verbinden soll.

Im Süden von Costa Rica liegt auf der Osa-Halbinsel der Corcovado-Nationalpark. Er schützt auf 42.469 ha einen der letzten Tieflandregenwälder der Welt und bietet Lebensraum für zahlreiche seltene Arten wie Jaguar, Tapir und Harpyie. National Geographic beschreibt diesen Nationalpark als einen Ort mit der höchsten biologischen Intensität der Welt. Nur 80 km und etwa 2 Stunden Autofahrt entfernt beginnt der Amistad Nationalpark. Er ist der größte Nationalpark Costa Ricas und reicht mit seinen 570.000 ha bis nach Panama. In diesem Schutzgebiet befinden sich Berge, Nebelwälder und tropischer Regenwald, die seltene Arten wie dem Großen Ameisenfresser, dem Quetzalvogel oder einen der berühmten Giftfrösche Lebensraum bieten.

Zwischen diesen beiden Nationalparks auf einer Distanz von 80 km befinden sich noch viele Waldreste, von denen zahlreiche miteinander verbunden sind oder nicht weit auseinanderliegen. Eine grüne Klimabrücke zwischen der pazifischen Küste und dem Hochland kann so den Austausch der Arten entscheidend fördern. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Cost Rica (UCR) und ihrem Nebenstandort in Golfito erkannten schon vor Jahrzehnten, wie wichtig solch eine Verbindung zwischen beiden Nationalparks ist, und gründeten die Fundacíon Universidad de Golfito (FUdG).

In einem ersten und großen Schritt wollen wir 100.000 Bäume pflanzen oder alte Urwaldriesen schützen. Dabei wollen wir verbleibende Regenwaldreste kaufen und für die Zukunft bewahren. Ebenso wollen wir offen gelassene und nicht genutzte Weiden mit der neuen Aufforstungsmethode Dynamischer Agroforst wieder aufforsten und so die Waldreste miteinander verbinden.

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