Klimakiller: Modeindustrie

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Die Modeindustrie zählt neben der Ölindustrie mit einem Anteil von insgesamt 4 % des globalen Treibhausgas-Ausstoßes zu den umweltschädlichen Industrien.

Laut dem "Fashion on Climate"-Report von McKinsey & Company und der Global Fashion Agenda von 2020 entspricht der jährliche Ausstoß einer Größenordnung wie jener der französischen, britischen, nordirischen und deutschen Wirtschaft zusammen. Doch könnten über alle Stufen der Wertschöpfung hinweg teils erhebliche Mengen eingespart werden.

Am meisten entstehen schädliche Klimagase bei der Materialherstellung und bei der Stoffverarbeitung. Gerade der intensive Einsatz von Düngemittel im Baumwollanbau und der flächendeckende Gebrauch von Pestiziden ist verantwortlich für hohe stoffgebundene Treibhausgas-Emissionen. Genau dieser Anteil von 61 % könnte durch eine nachhaltigere, umweltschonendere Stoffproduktion und der Minimierung von Produktion- und Herstellungsabfällen signifikant gesenkt werden.

Weitere 18 % Reduktionspotential liegen in den Händen der Unternehmen und Labels selbst. Darunter zählt vor allen Dingen die Weiterentwicklung der bisherigen verwendeten Materialien. Ein veränderter Materialmix, zum Beispiel mit mehr Recyclingfasern, oder die vermehrte Verwendung von Bio-Baumwolle stellen gute Möglichkeiten für nachhaltigere Bekleidungsvarianten dar. Auch CO₂-neutrale Transportmittel wie Elektrofahrzeuge, mehr Energieeffizienz und die Umstellungen auf erneuerbare Energien bewirken eine Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes. Manche Kollektionen bestehen bereits ganz aus recycelten oder wiederaufbereiteten Materialien, es gibt zudem erste vegane Produkt-Linien.

Als letztes kann laut "Fashion on Climate"-Report mit einem Emissions-Einsparungspotential von 21 % jeder durch sein eigenes Verhalten dazu beitragen, indem Kleidungsstücke mit Bedacht nachhaltig eingekauft und deutlich länger getragen werden.

 

Die Eigenverantwortung der Bekleidungsindustrie

Mit einer ganzheitlichen Klimaschutzstrategie können Unternehmen viel zur Verringerung ihrer eigenen Emissionen bewirken, wenn sie für ihre Standorte und Firmensitze Klimaneutralität anstreben. Wird dieses Engagement an die eigene Kundschaft weitergegeben und aktiv kommuniziert, entsteht ein nicht unerheblicher Wettbewerbsvorteil.

Das Blue Planet Certificate kann in dieser Klimaschutzstrategie eine ganz zentrale Rolle spielen. Insbesondere für die Bereiche, die durch die eigene Transformation nicht hinlänglich beeinflusst werden können. Bereits eine Tonne CO₂ kann durch das Aufforsten von 2 Bäumen kompensiert werden.

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